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Charly Men's BIZARRE

Written by Charly Men

Beschreibung
Leseprobe
Veröffentlicht: 30.09.2017
Seiten: 150

Bizarre Horror-Serie als Buch | Game

Bizarre Horror-Serie als Buch | Game

"Das Leben des beruflich aufstrebenden und frisch verheirateten jungen Mannes Charly Clearwater hat sich nach dem Kopfschuss durch einen Unbekannten drastisch verändert.
Dankbar, den Angriff überlebt zu haben, muss er sich nun täglich mit Angstzuständen und Visionen auseinandersetzen, welche ein normales Weiterleben für ihn unmöglich machen.

Clearwater wird seit seiner Genesung ununterbrochen mit den bizarr schockierenden Wunschträumen seiner Mitmenschen konfrontiert, welche ihn auf Schritt und Tritt verfolgen. 
Da er zu Anfang nicht weiß, ob diese Szenerien realistisch sind, oder nicht, versucht er diese schlichtweg zu ignorieren, um sich wieder seiner Karriere widmen zu können. 
Doch als ihm erneut der Boden unter den Füßen zu entgleiten droht, rät ihm sein Bruder John sich den Szenarien hinzugeben, anstatt sie zu unterdrücken.

Daraufhin erfüllt Clearwater den ersten bizarren Wunsch eines beliebigen Menschen, der ihn somit zum psychopatischen Schergen macht, ohne dass er es selbst bemerkt.

Da Clearwater glaubt in dieser Tat eine Art Linderung seiner Angstattacken empfunden zu haben, er diese sogar erregend fand, widerspricht er auch nicht, als John ihn zu 11 weiteren Wunschtaten ermutigt. 
Doch noch bevor er den entscheidenden 13. Wunsch, der einer boshaften Macht zum Triumph verhelfen soll, erfüllt, erhält er den Wunschtraum seiner Frau Amanda, der ihn auf die Fährte seines Mörders führt und ihn wieder menschlich macht.

Doch wenn er ihren Wunsch erfüllt, führt er uns ins Chaos."

Leseprobe

Aus dem Intro Charly Men's BIZARRE: Alltagskiller

[...]

Amanda saß auf ihrem ehemals gemeinsamen Ehebett und cremte sich ihr Gesicht. Die Wut hatte bereits nachgelassen, denn war sie schon einiges von Charly gewöhnt. Insgeheim schmiedete sie gedanklich Pläne zur Umsetzung ihres Traumes, als sie hörte, wie Charly hastig die Treppe hinauf in sein Arbeitszimmer trampelte und die Tür hinter sich zuknallte.
Charlys blondes kurzes Haar wütete nun tatsächlich wild und unbändig auf seinem Kopf, riesige Schweißflecke fraßen weiter an seinem Hemd, auch seine teure Anzughose war schmutzig und faltig, doch blieben seine Muskeln freudig angespannt, als er etwas zerknirscht die Tür hinter sich verriegelte.
Zügig schaltete er das kleine Lämpchen auf dem Schreibtisch an, das ein gedämpftes Licht produzierte. Nachdenklich öffnete er seinen Laptop. Aus der Minibar nahm er sich einen Scotch, den er dann in ein dickes verziertes Glas kippte und gierig herunterschlang. Er füllte das Glas erneut, als er sich im Fensterglas reflektiert sah und dachte, Wer ist diese Frau?
Kurz blickte er in das Regal zu seiner Rechten, wo er die Buchdeckel seiner Bücher Mankind: Update verfügbar, Nemesis‘ Zorn und 2beGOOD betrachtete. Ein gemischtes Gefühl überkam ihn, denn waren auch diese Geschichten bereits Ausgeburten seiner ganz privaten Fantasie gewesen, derentwegen er sich manchmal unsicher fühlte.
Schnell startete er sein Schreibprogramm, als er eine neue Datei anlegte, die den Namen Exzess trug. Eine mit Passwort gesicherte Kopie speicherte er an einem sicheren Ort, denn er wusste, dass dieses Buch bizarr werden würde, durfte doch keiner seiner Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder je erfahren, wer sich unter dem Pseudonym Charly Men verbarg.
Sofort und ohne zu zögern schrieb er die ersten Seiten seines neuen Buches, wobei er sich gänzlich in seinem Element befand.

[…]

Exzess:

Er saß in seinem Büro am Rechner. Tippte. Die Kanone lag auf dem Tisch, neben seinem Kaffee. Verschiedene Kollegen grüßten ihn an diesem Morgen. Mehr oder weniger intensiv.

[…]
Es war später Nachmittag. Er hatte sein rechtes Bein auf sein linkes Knie gelegt, und einen Kugelschreiber in der Hand, die Arme hielt er verschränkt. Ein Block lag vor ihm auf dem Tisch, direkt neben einer frischen Tasse Kaffee und einem verpackten Sandwich. Einsatzbesprechung.
Ein Kollege skizzierte am Whiteboard, sein Umfeld befragte diesen rhythmisch. Er hörte bedächtig zu und machte sich Notizen. Es wurde zunehmend Abend und sein Magen begann zu knurren. Er nahm einen Bissen vom Sandwich und einen Schluck Kaffee, beides ließ er wirken.
Erneut richteten sich seine Blicke auf den Kollegen am Whiteboard, für eine ganze Zeit lang, bis sie leicht abwichen, hin zur Fensterreihe zu dessen Rechten, und dort das Fensterglas durchbrachen um in die Ferne zu schweifen. Weit schwirrten sie hinaus, ins Freie.
Bald traf sein abwesendes Auge auf ein weiteres Fenster. Ein beleuchtetes Fenster nebenan.
Es fing sein Augenmerk.
Zu deutlich war der Kontrast zwischen dem grellen Licht der benachbarten Wohnung und der darinstehenden dunklen Silhouette einer Person. Er kniff seine Augen zusammen und sah einen Mann am Fenster stehen. Das Fenster war groß. Wahrscheinlich von der Decke bis zum Fußboden. Die Einrichtung der Wohnung war kahl. Ein Büro womöglich, oder noch nicht eingerichtet.
Zurück zum Whiteboard. Eine Zeichnung war zu sehen. Der Kollege stand oft davor, die Zeichnung war daher schwer ersichtlich, erschien daher inkomplett und uninteressant. Er schenkte sich mehr Kaffee ein und durchforstete den Raum nach weiteren Erkenntnissen. Nichts!
Nebenan war das Nachbarzimmer noch immer hell erleuchtet. Jetzt konnte er eine Frau und einen Mann erkennen, wie sie sich unterhielten. Die Frau trug ein langes Kleid. Der Mann war im Anzug, aber ohne Anzugjacke. Die Frau lief durch den Raum und schien energisch zu sein. Der Mann stand weiter am Fenster und lehnte lässig an der Wand. Bald umarmten sie sich, schienen glücklich. Sie küssten sich und redeten. Küssten sich und redeten. Interessant.
Er nahm noch mehr Kaffee und biss kräftig in sein Sandwich. Ein kurzer Blick zum Whiteboard.
Die Skizze war fertig, doch sprach keiner.
Zurück zur Fensterszenerie.
Ein verschlungenes Pärchen war nun sichtbar.
Ihr Lachen offensichtlich.
Der Mann griff der Frau an den Po.
„Tja…“, er nickte kurz. Der benachbarte Kollege schaute daraufhin zu ihm herüber, daher blickte er schnell zurück zum Whiteboard.
Dann nicht mehr. Wieder neigte sich sein Kopf.
Der Mann im Nachbargebäude hielt den Po der Nachbarin mit beiden Händen fest und zog sie zu sich. Daraufhin begann sie zu lächeln und sich nach vorn zu beugen, ihren Busen an sein Hemd pressend.
Sie war willig. Das gefiel ihm.
Wieder küssten sie sich, doch dieses Mal mit viel mehr Leidenschaft. Er griff ihr durch das Haar und sie ihm diesmal an den Po.
Das Knutschen wurde heftiger. Wilder.
Er nahm noch mehr Kaffee und kratzte sich am Hals.
Der Mann faltete ihren Rock bis er ihn in einen Minirock verwandelt hatte und hob ihn über ihren Po, nur um diesen dann fest zu packen. Er presste die Frau gegen das Glasfenster, wegen mehr Halt wahrscheinlich.
Der Po klebte jetzt an der Außenfassade, in all seiner runden Pracht.
Er leckte seine Lippen und kaute schnell, kraftvoll.
Der Mann von nebenan fuchtelte an seiner Hose, bis ihm diese an den Knöcheln herunterhing. Mit einem Riss war ihr Slip Geschichte.
Sie öffnete sein Hemd, Knopf für Knopf. Die Krawatte schmiss er sich über die Schulter, wohl damit sie nicht störte. Die Frau lehnte ihren Kopf zurück an die Außenfassade. Der Mann schlürfte offensichtlich an ihrem Busen, denn sein Kopf war kurzzeitig verschwunden. Er hob die Frau hoch, ihre Beine umschlangen seine Hüften.
„Die Frage geht an dich!“.
Er drehte seinen Kopf schnell und antwortete unbefangen auf eine ungehörte Frage.
Die Kollegen fingen an zu diskutieren.
Er aß das Sandwich auf.
Oh. Der Mann drehte die Frau herum. Ihr Busen drückte nun gegen die Außenscheibe. Ihr Atem perlte. Ihre Augen waren geschlossen. Ihr Arsch reckte sich ihm entgegen, wurde unzählige Male getroffen. „Verdammt…“ flüsterte er. Er wurde geil.
Er schloss die Augen und sah unter den Tisch. Versuchte sich zu entschärfen. Er inspizierte das Whiteboard, wohl langweilig genug. Er sah auf die Uhr. Kurz nach 6.
Sein Kopf ging nach links, hinaus zum Fenster, und traf auf ihren offenen Mund, wie er schrie, wie ihre Spucke die Fensterscheibe beschmierte, er ihr auf den Arsch schlug und ihren Busen begrapschte, wie ein gieriger Rüde. Er sah ihren wippenden blanken Busen, wie er seinen Penis raus und wieder reinschob, nach strenger Metrik und fieser Geilheit. Die Hände des Mannes waren überall. In ihrem Mund, an ihren Nippeln, an ihren Schenkeln, zwischen ihren Beinen und auf der Fensterscheibe.
Er wurde unruhig und seine Kollegen sahen seine Nervosität im Augenwinkel.
Der Mann stieß die Frau bei jedem Treffer gegen das Fenster. Ihre Stirn war gerötet, sie leckte das Glas, ihre rote Zunge leckte am Glas, ihre Lippen schmierten entlang der feuchten Fensterscheibe, hoch und runter, hoch und runter. Ihr Atem sprühte einen immer größer werdenden Radius, da sah er, wie sich ihr feuchter nackter Körper bunt färbte, wie ihr Blick direkt zu ihm fiel, sie ihn lüstern anstarrte, während es jemand mit ihr trieb, als sie ihren Kopf nach hinten warf und sie zu einem Schrei ausholte.
„Ich komme…äh…gleich wieder!“ sagte er, und ging.

[...]

„Schatz? Bist du da drin?“ Es klopfte an die Tür zum Arbeitszimmer.
Charly fuhr zusammen, als ihn die Stimme seiner Frau erreichte. Beinahe automatisch klappte er den Laptop zu und sprang auf.
„Ja, Amanda. Ich bin hier. Was ist los?“, rief er zurück.
„Was los ist? Es ist 08:00 Uhr morgens, musst du nicht zur Arbeit?“
Charly blickte erschrocken auf die Uhr und zum Fenster. In einem künstlich ruhigen Ton antwortete er schließlich, „Ja, ich weiß. Ich komme gleich.“
Hastig schaute er um sich, schaute er an sich herunter. Noch immer trug er das offene Hemd, die zerknitterte Stoffhose, noch immer schlug sein Herz in diesem unnatürlichen Rhythmus.
„Ich muss jetzt los, bis später!“, rief Amanda durch die geschlossene Tür.
Gott sei Dank, dachte er sich. Er wartete noch einige Minuten, bis er hörte, wie sie das Appartement verließ und huschte dann schnell vom Arbeitszimmer direkt ins Bad, wo er eine lange Dusche nahm und sich in den Alles-Ist-Normal Ursprungszustand zurückversetze.
Hastig zog er sein Jackett über, nahm Laptop und Telefon, und betrachtete sich noch ein letztes Mal in einem der zahlreichen Spiegel der Wohnung.
„Ich sehe gut aus“, flüsterte er, als er die Haustür des Appartements öffnete und erschrocken stehen blieb.

Eine Kugel traf ihn in die Stirn und er fiel rückwärts zu Boden. Neben ihn landete ein Telefon auf dem Teppich, aus dem es schallte, „Wir sind in wenigen Minuten bei Ihnen. Bitte halten Sie durch!“

[...]

 

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